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Führt Haarefärben zu Blasenkrebs? PDF Drucken E-Mail

bwe. Gefahren lauern zuweilen auch dort, wo man sie nicht unbedingt vermutet. So folgern die Autoren einer kürzlich publizierten amerikanischen Studie, Haarefärben sei möglicherweisekrebsfördernd. Insbesondere für den langjährigen und regelmässigen Gebrauch von permanenter Haarfarbe - also nicht oberflächlicher Tönungen - deckten die Mediziner einen Zusammenhang mit Blasenkrebs auf.

Sie verglichen die Daten von rund 900 Personen, die an Blasenkrebs litten und sich regelmässig die Haare färbten, mit einer gleich grossenKontrollgruppe, die keine Haarfärbemittel benutzte. Glaubt man dieser Auswertung, so habenFrauen, die sich das Haar mindestens einmal im Monat färben, ein doppelt so hohes Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken wie Frauen, die keine Haarfarbe benützen. Führt man diese Prozedur gar während mindestens 15 Jahren regelmässig durch, so verdreifacht sich diese Gefahr. Auch Coiffeure haben, so die Berechnungen der Amerikaner, ein über die Jahre zunehmendes, deutlicherhöhtes Blasentumorrisiko.

Seit längerem ist bekannt, dass Giftstoffe aus dem Zigarettenrauch und sogenannte Anilinfarben das Risiko für Blasentumoren erhöhen.Aber auch Haarpflegeprodukte sind kein unbeschriebenes Blatt: Epidemiologische Daten hattenschon vor Jahrzehnten gezeigt, dass vorab männliche Coiffeure und Barbiere häufiger Blasentumoren entwickeln. Verschiedene Studien hattenallerdings bisher nicht eindeutig bestätigen können, dass von Haarfarben oder anderen in Coiffeursalons eingesetzten Substanzen tatsächlicheine Gefahr ausgeht. Zudem ist bis heute unklar, welche Stoffe kanzerogen sein könnten. Auch die früher verdächtigte färbende Brillantine kommt heute kaum mehr zum Einsatz.

Quelle: Int. Journal of Cancer

 
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