Die Typen von Blasenkrebs PDF Drucken E-Mail

 

Einteilung (1)

Gut 70% aller Blasentumoren sind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung sogenannte oberflächliche Tumoren, d. h. auf die Schleimhaut und die unmittelbar darunter befindliche Lamina propria, die Bindegewebsschicht zwischen Schleimhaut und Blasenmuskulatur, beschränkt. Die übrigen sind bereits in die tiefen Schichten der Blase (Blasenmuskulatur) bzw. darüber hinaus gewachsen. Man bezeichnet sie als lokal fortgeschrittene Blasenkarzinome. Noch weiter fortgeschritten ist das Krankheitsbild, wenn bereits Metastasen aufgetreten sind. Somit kann man der einfacheren Übersicht halber das Blasenkarzinom in drei Hauptgruppen unterteilen: die oberflächlichen Karzinome, die lokal fortgeschrittenen Karzinome und die metastasierenden Karzinome. Entsprechend lässt sich auch die grobe Richtung der Therapie einteilen, nämlich in transurethrale Resektion plus adjuvante Therapie, radikale Zystektomie (Blasenentfernung) und systemische Chemotherapie.

Einteilung (2)

Die Einteilung der Tumorausdehnung geschieht nach dem TNM-System, wobei T für Tumor, N für Lymphknoten ("node") und M für Metastasen steht. Dabei wird die Ausdehnung des Primärtumors mit den entsprechenden Großbuchstaben plus Zusatz und das Grading mit dem Großbuchstaben "G" und den Ziffern 1 – 3 bezeichnet. Der kleine vorgesetzte Buchstabe "p" bedeutet dann, dass das Stadium vom Pathologen bestimmt wurde. Zu den oberflächlichen Blasentumoren gehören alle pTaG1–3 und pT1G1-3 Tumoren und das Carcinoma in situ.

Chema der Harnblase mit Einteilung der Karzinom-Stadien

 

 
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