| Harnblasenkrebs, Harnblasenkarzinom |
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 ZusammenfassungMit 2-3% der Krebserkrankungen ist der Krebs (Karzinom) der Harnblase eher selten, steht aber bei den Raucher-bedingten Krebserkrankungen nach dem Lungenkrebs auf Platz zwei. Mit über 24.000 Neuerkrankungen pro Jahr steht das Harnblasenkarzinom bei den Männern auf Platz 5 der Häufigkeitsskala von Krebserkrankungen in der BRD. Zirka 230.000 Menschen in der BRD sind oder waren einmal von Harnblasenkrebs betroffen. Etwa 7.000 Personen sterben pro Jahr in Deutschland am Harnblasenkarzinom. Das liegt in großem Maße daran, dass die Betroffenen zu spät zum Arzt gehen, obwohl sich schon in einem frühen Stadium Symtome der Krankheit bemerkbar machen. Dadurch wird oft eine erfolgreiche Therapie und eine vollständige Heilung verhindert. Männer sind gut 3mal so häufig betroffen wie Frauen, obwohl sich in den letzten Jahren ergeben hat, dass auch Frauen häufiger erkranken. Männer sind also häufiger als Frauen betroffen und die Erkrankungshäufigkeit steigt mit dem 60.Lebensjahr an. Angehörige von Risikogruppen erkranken aber schon oftmals früher. Risikofaktoren sind Berufsbelastung mit bestimmten Chemikalien, Tabakkonsum, übermäßiger Alkoholkonsum, Haarfärbemittel, und in tropischen Regionen die Bilharziose. Symptome wie blutiger Urin und Schmerzen treten selten erst spät auf. Bei den geringsten Anzeichen von Probleben beim Wasserlassen oder Schmerzen dabei oder im Unterbauch, sollte sofort ein Urologe konsultiert werden. Die Diagnose wird dieser, durch Sonografie (Ultraschall), der mikroskopischen Urinuntersuchung (Zytologie), die Urinuntersuchung mittels dem Tumormarker NMP22 und der Zystoskopie (Blasenspiegelung), durchführen. Alle Wucherungen in der Harnblase sind Krebs, der sich in viele Stadien unterteilt. Eine frühe Diagnose und Behandlung verbessert die erfolgreiche Therapie erheblich! Deshalb ist eine Vorsorgeuntersuchung nach Krebs, insbesondere bei Risikogruppen sehr wichtig. - Unten mehr davon. Wird bei Routineuntersuchungen eine Mikrohämaturie (nicht mit freiem Auge sichtbares Blut im Urin) festgestellt, sollte eine weitere Abklärung erfolgen. Die Methode der Wahl bei Vorliegen eines Harnblasenkarzinoms ist die transuretale Resektion (TUR) mit der Entfernung des Tumors durch die Harnröhre mittels eines Endoskops und der Entnahme von Gewebsproben zur Tumorbestimmung. Durch die histologische (mikroskopische) Untersuchung kann die Eindringtiefe und damit das Tumorstadium festgestellt werden. Oberflächliche Tumoren können über die Harnröhre entfernt werden (sog.TUR). Ob der Krebs schon auf Nachbarorgane übergegriffen hat, wird mit CT oder MRT festgestellt. Bei fortgeschrittenen Stadien gibt es zwei Therapiekonzepte: Die Radikale Operation mit Blasenentfernung oder eine TUR (transurethrale Resektion) mit anschließender Bestrahlung und Chemotherapie. In jedem Fall ist eine Nachbehandlung mittels einer Instillationstherapie z.B. mit Mitomycin, BCG sinnvoll, da der Blasenkrebs zu 70% zu Rezidiven neigt.
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