Schlagzeilen

Ansprechpartner der Selbsthilfe Harnblasenkrebs e.V. und Geschäftsstelle:

Detlef Höwing, Petra Kuhn
Kirchhainer Damm 90
12309 Berlin

Tel.: +49 030 7440073
Hotline: 0178 - 2777132
info@selbsthilfe-harnblasenkrebs.de

 



 

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Risikofaktoren PDF Drucken E-Mail

Berufsrisiken

Insgesamt sind über 50 verschieden chemische Substanzen für eine Entstehung der Erkrankung bekannt. Darunter auch Chemikalien, die in der Gummi- oder Anilinindustrie verwandt werden, wie das b-Naphthalin und Benzidin. Tritt bei Berufstätigen, bei denen ein beruflicher chronische Kontakt mit diesen Chemikalien nachgewiesen wird, ein Harnblasenkarzinom auf, so ist dieses als Berufserkrankung anerkannt.

Vermeidbare Risiken

Als ein Risikofaktor für Harnblasenkrebs gilt das Rauchen, allerdings nicht derart einflussreich wie der Lungenkrebs oder die bösartigen Tumoren in der Mundhöhle oder dem Rachen. Harnblasenkrebs ist aber nach dem Bronchialkrebs der zweithäufigste Raucherkrebs. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Erkrankungszahlen bei den Frauen zunehmen, da seit dem zweiten Weltkrieg der Anteil der Raucherinnen in der Bevölkerung stark zugenommen hat.

Neueste Studien haben gezeigt, das auch ein übermäßiger Alkoholkonsum und hier insbesondere der regelmäßige Konsum von hochprozentigem Alkohol (Schnaps) zum Harnblasenkrebs führen kann, da hier das Urothel (Harnblaseninnenwand) angegriffen wird.

Seit neuestem werden auch Inhaltsstoffe in Haarfärbemitteln ursächlich mit der Entstehung von Harnblasenkrebs in Zusammenhang gebracht, was ebenfalls zu einem Anstieg betroffener Frauen erklärt werden kann.

Auch regelmäßiger häufiger Gebrauch von Phenacitin (ein Schmerzmittel) kann ursächlich mit der Entstehung eines Harnblasenkarzinoms zusammenhängen.

Bilharziose (Schistosomiasis)

Einer der wichtigsten Risikofaktoren weltweit ist ein Infekt mit Einzellern, den Schistosomen. Diese Einzeller leben in Wasserschnecken in tropischen Ländern und dringen in den Menschen durch Kontakt mit dem Wasser ein, in dem diese Wasserschnecken leben. In manchen Landstrichen Afrikas sind nahezu alle Einwohner erkrankt, weil sie in verseuchten Flüssen oder Seen baden, bzw. das verseuchte Wasser als Trinkwasser nutzen. Etwa 300 Millionen Menschen sind von dieser Erkrankung, der Schistosomiasis bzw. Bilharziose betroffen. Das Harnblasenkarzinom ist oft eine seltene Spätfolge, wenn keine Therapie gegen diese Erreger erfolgt. Da es sich bei den betroffenen Ländern meist um wirtschaftlich sehr arme Länder handelt, denen oft eine umfassende ärztliche Betreuung, Aufklärung und Vorsorge fehlt, wird oft keine Behandlung durchgeführt und die Betroffenen empfinden den roten Urin und Blut im Stuhl als normal.

Durch den Tourismus in diese Länder ist die Schistosomiasis auch in Europa eine häufig im Urlaub erworbene Erkrankung. Bei Durchfallerkrankungen, blutigem Stuhl, rotem Harn, Schmerzen und Problemen beim Wasserlassen nach einem Tropenaufenthalt sollte man auch Monate und Jahre später an diese Erkrankung denken.

Der Vollständigkeit halber seien Viren genannt, die humanen Papillomviren, denen ebenfalls grundsätzlich eine Beteiligung bei der Entstehung von bösartigen Tumoren nachgesagt wird.

 
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