Schlagzeilen

Vorstand der Selbsthilfe Harnblasenkrebs e.V.:

  • Vorsitzender:
    Detlef Höwing
  • Stellvertr. Vorsitzende:     Nada Bey
  • Vorstandsmitglied:           René Paersch

 


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Symptome und Diagnostik PDF Drucken E-Mail

 

Grundsätzlich gilt für den Urologen, dass jede unklare Mikrohämaturie - d.h. blutiger Urin - ohne Fieber oder eindeutigen Harnwegsinfekt - bis zum Beweis des Gegenteils auf ein Blasenkarzinom hinweisen kann.

Eine mikroskopische Untersuchung des Urins (Urinzytologie) ist oft wenig hilfreich, weil die Tumorzellen selten im Urin zu finden sind. Nur bei besonderen Harnblasenkarzinomen (niedrig differenzierte) ist die Treffsicherheit höher. Wenn also keine Tumorzellen im Urin gefunden werden, ist dies kein Beweis gegen das Vorliegen eines Harnblasenkarzinoms.

Deswegen sollte einer Urinzytologie zusätzlich eine Tumormarkerbestimmung mit NMP22 folgen, die unter Berücksichtigung der Ausschlusskriterien, einen vorliegenden Harnblasenkrebs besser nachweisen kann.

Die wichtigste Untersuchung beim ersten Besuch beim Urologen ist die Sonografie (Ultraschall-Untersuchung) der Harnblase und der Prostata, wo schonend für den Patienten schnell der erste Befund auf das Vorliegen eines Harnblasenkarzinoms gestellt werden kann.

Die weitergehende Untersuchung ist die Spiegelung der Harnblase (Zystoskopie), die in einer urologischen Klinik oder beim Urologen vorgenommen wird. Unter Lokalanästhesie oder Narkose wird ein starres Rohr durch die Harnröhre in die Harnblase vorgeschoben. Über eine Optik kann das Innere der Harnblase angesehen werden. Wenn der Urologe einen Tumor in der Harnblasenwand sieht, kann er abschätzen, welche Wandschichten der Tumor durchdringt und auch Proben entnehmen, die dann mikroskopisch untersucht werden. Der Arzt kann auch die Mündungen der beiden Harnleiter sehen und erkennen, ob Blut aus einem der beiden Harnleiter kommt. Über eine Zystoskopie kann auch eine Tumoroperation erfolgen, wenn der Tumor noch klein genug ist bzw. sich in einem Anfangsstadium befindet. Dabei wird mit einer elektrischen Schlinge der Tumor entfernt, zerkleinert und später ausgespült, oder mittels Laserstrahl verödet. Diese Operation wird transurethrale Resektion genannt (TUR).

Bei dem diagnostischen Vorgehen ist unter anderem eine Stadieneinteilung des Blasenkarzinoms wichtig, weil von dem Stadium die Therapie und die Prognose abhängt. Auch hier ist die beste Untersuchung die Zystoskopie und Probenentnahme (TUR).

Eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) wird anschließend bei jedem Patienten durchgeführt. Hinsichtlich der Stadieneinteilung sind sie der Harnblasenspiegelung (Zystoskopie) jedoch deutlich unterlegen, weil beide Untersuchungen nicht befriedigend die verschiedenen Schichten der Harnblasenwand darstellen können. Von der Beteiligung der verschieden Schichten der Harnblasenwand ist nämlich die Stadieneinteilung maßgeblich abhängig. Vom MRT und CT kann eine Beteiligung von Nachbarorganen (Darm, Gebärmutter, Prostata, Samenblasen, Beckenbodenmuskulatur oder Lymphdrüsenbefall) festgestellt werden. In dieser Situation liegt aber bereits ein weit fortgeschrittenes Karzinom vor und mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fernmetastasierung (Tochtergeschwülste in Leber oder Lunge). Diese Beteiligung der Nachbarorgane wird bei einer Blasenspiegelung nicht erkannt.

 
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