| Blasenkrebs bei Frauen: die unterschätzte Gefahr |
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Seite 1 von 2 Krebs bei Frauen. Da denkt man an Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Eierstockkrebs. An Blasenkrebs denkt man nicht. „Warum eigentlich nicht?“, fragt Detlef Höwing, Vorsitzender des Selbsthilfebundes Blasenkrebs e.V. „Schließlich erkranken in Deutschland jedes Jahr ungefähr 7.000 Frauen an diesem Tumor – mehr als an Gebärmutterhalskrebs.“ Doch während für Gebärmutterhalskrebs (völlig zurecht) ein umfassendes Vorsorgeprogramm existiert, wird die Früherkennung von Blasenkrebs sträflich vernachlässigt. „Das ist unverständlich“, kritisiert der Urologe Dr. Gerson Lüdecke vom Universitätsklinikum Gießen. „Denn mit einem einfachen Urintest lässt sich das Risiko für bösartige Tumoren der Harnblase rasch und sicher abschätzen.“1,2 Der Test weist das so genannte nukleäre Matrixprotein 22 (NMP22) nach, das vermehrt von den Krebszellen produziert wird. Der Arzt benötigt für den Test nur einige Tropfen Urin. Nach einer halben Stunde kann das Ergebnis direkt in der Arztpraxis abgelesen werden.
Bei knapp 25.000 Personen diagnostizieren Ärzte in Deutschland jedes Jahr Blasenkrebs. Am häufigsten sind Männer betroffen. Aber Frauen holen auf. Inzwischen erkranken jährlich 7.000 Frauen an Blasenkrebs – mehr als an Gebärmutterhalskrebs. Hintergrund dieser Entwicklung: Wichtigster Risikofaktor für Blasenkrebs ist das Rauchen. Weil immer mehr Frauen rauchen, steigt die Zahl der Blasenkrebs-Patientinnen. Aber es gibt auch eine gute Nachricht. Durch einen einfachen Urintest lassen sich Tumoren der Blase schon in einem frühen Krankheitsstadium zuverlässig erkennen. Dann ist meistens noch eine Heilung möglich. Der Test weist im Urin das so genannte nukleäre Matrixprotein 22 (NMP22) nach – ein Eiweiß, das verstärkt von den Krebszellen produziert wird. Einige Tropfen Urin reichen für den Test aus. Nach einer halben Stunde kann das Ergebnis dann direkt in der Arztpraxis abgelesen werden.
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