| TURB mit Hexvix® |
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Beim Harnblasenkrebs liegt in 75-80% der Fälle bei der Erstdiagnose ein oberflächliches Urothelkarzinom bis pT1 G3 mit oder ohne carcinoma in situ (CIS oder Tis) vor, das zunächst oder auf Dauer blasenerhaltend therapiert werden kann. Bei diesen Patienten treten im weiteren Verlauf in etwa 70% der Fälle Rezidive (wiederauftreten von Tumoren) oder Residualtumoren (nicht erkannte Tumorläsionen) auf, die weiterer Therapiemaßnahmen bedürfen. Für diese muss das Ziel einer TUR-B die vollständige Sanierung der Harnblase, mit kurativem (heilenden) Ansatz sein, um Residualtumoren zu verhindern, die Rezidivgefahr abzusenken und die Rate der später doch erforderlichen Zystektomien zu verringern (frei übersetzt aus den EAU-Guidelines). Während einer Veranstaltung der Selbsthilfe Harnblasenkrebs Berlin mit dem Thema: Moderne Diagnostik des Harnblasenkrebs, wurde eine nichtinvasive Diagnostik mittels Anamnese, Sonographie und Urintestestungen, wie Teststreifen auf Verdacht von Hämaturie- und Infektionen, NMP22® und UroVysion® für gesunde (nach erfolgtem Risikocheck), wie auch als Nachsorgeuntersuchung von Harnblasentumorpatienten angeboten. Material und Methoden30 Patienten/innen nahmen an der Studie teil, wobei 29 bereits eine und 1 bereits mehrfach eine TUR-B hinter sich hatten. Ein UroVysion®- Test wurde bei 13 Patienten durchgeführt und war positiv ausgefallen. 9 Patienten/innen hatten eine Vordiagnose eines CIS. Eine Stunde vor der TUR-B wurde Hexvix® (HAL) in die Harnblase instilliert. Während der TUR-B wurde bei einem Teil der Patienten die Harnblase zunächst unter Weißlicht mit der Storz 3CCD Kamera diagnostiziert, die anderen mit dem gebräuchlichen 1Chip- Kamerasystem. Danach erfolgte zeitgleich die Untersuchung unter Fluoreszenzbedingungen (spezieller Lichtleiter: Referenzlicht= 450nm). Beide Diagnoseergebnisse wurden miteinander verglichen und aufgezeichnet. Danach erfolgte die Resektion der fluoreszierenden Bereiche. Ergebnisse - SchlussfolgerungenDie PDD mittels Hexvix® (HAL) bringt während der TUR-B einen signifikanten Vorteil gegenüber der Weißlicht- Diagnostik bei der Detektion weiterer tumoröser Läsionen, gerade bei Einsatz der neuesten 3CCD- Kameratechnik, die zusätzlich mehr tumoröse Läsionen auch unter Weißlicht sichtbar macht. Die Zahlen von über 50% mehr detektierten CIS- Fällen zeigen, das gerade bei vordiagnostizierten CIS- Pat. standardmäßig eine TUR-B unter PDD durchgeführt werden sollte, genauso wie bei den Patienten, bei denen eine Vordiagnostik z.B. ein UroVysion®- Test positiv war, die Weißlicht- Zystoskopie aber keinen Tumor feststellen kann und insbesondere dann, wenn bereits vorher mehrfach Rezidive entfernt worden waren und die Wahrscheinlichkeit weiterer Rezidive gegeben ist, ein Blasenerhalt aber angedacht werden kann. Ein Video hierzu können sie sich unten ansehen: Dim lights Download Embed Embed this video on your site |






